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Julien Latendresse-Levesque (Foto: Bernd Scharfe)

"Mittelfristig plane ich den Aufstieg in die 3. oder 2. Liga"

Interview mit Lok-Keeper Julien Latendresse-Levesque im Stadionheft "Bruno" 05.11.2014


Am 27. Februar 1991 wurde Julien Latendresse-Levesque - die Nummer eins im FCL-Kasten - geboren und ging einen für kanadische Verhältnisse untypischen Weg. Er schnürte nicht die Schlitt- sondern die Fußballschuhe.

Julien, du bist in der Nähe von Quebec in Kanada aufgewachsen und 2009 von dort ausgerechnet nach Cottbus gegangen. Das ist nun nicht gerade eine Weltstadt. Wie wurdest du denn dort hingelockt?
Bevor ich nach Cottbus zog, hatten wir mit meinem ehemaligem Team Vancouver Whitecaps ein Trainingslager in Deutschland. Dort haben wir auch gegen Cottbus gespielt. Einige Zeit später bekam ich vom FC Energie Cottbus einen Vertrag für die U19 angeboten. Deswegen zog ich 2009 von Vancouver nach Cottbus.

Du warst damals gerade 19 Jahre alt. Wie ist das so als junger Kanadier in Deutschland?
Ich war sogar erst 18 Jahre alt, also war es nicht leicht für mich. Ich hatte keinerlei Deutschkenntnisse und vermisste meine Heimat, Freunde und Familie.

Was vermisst du in Deutschland am meisten?
Am meisten vermisse ich das kanadische Essen. Besonders das von meiner Mutter. Ebenso wie die französisch/kanadische Kultur.

Du bist in der 25.000-Einwohner-Stadt Chambly bei Montreal in der französischsprachigen Provinz Quebec aufgewachsen. Wie kann man sich die Jugend in einer kanadischen Kleinstadt vorstellen?
Ich denke, die Jugend in Kanada ist aufgeschlossener. In der Freizeit sind sie oft draußen, verabreden sich nach der Schule als Gruppe für einen Kinoabend, oder Nachmittag zusammen.

Soweit man hier weiß, wird in Kanada eher Eishockey als Fußball gespielt. Wieso bist du Fußballer geworden?
Eishockey gehört natürlich zu Kanada. Jedoch ist das Equipment sehr, sehr teuer. Mein großer Bruder hatte Fußball gespielt. Bei Spielen habe ich ihm zugeschaut und es sehr gemocht. Mein Vater war zudem der Trainer meines Bruders. So hat sich schnell rauskristallisiert, in welche Fußstapfen ich eines Tages treten werde.

Die Winter in deiner Region sollen recht hart sein. Wie entgehen die Fußballklubs dem Schnee und den kalten Temperaturen?
Jede Stadt ist darauf vorbereitet. Circa sechs Monate im Jahr wird im Freien trainiert - je nach Wetterlage. Den Rest des Jahres wird in Hallen mit Kunstrasen gespielt. Diese sind ähnlich wie die „Soccerworld“ in Leipzig, nur größer.

Du bist schon mit jungen Jahren in die kanadischen Junioren-Auswahlmannschaften berufen worden. Was war dein absoluter Höhepunkt als Nationalspieler?
Die Qualifikationsspiele zur U17-Weltmeisterschaft in Trinidad und Tobago 2001! Mein erstes Länderspiel war gegen Jamaika. Ich stand im Tor und wir haben 3:0 gewonnen. (Kanada wurde in Qualifikationsgruppe A Zweiter hinter den USA und verpasste die WM/d.Red.)

Die spanische Nationalmannschaft litt jahrelang darunter, dass die Spieler nationale Konflikte miteinander austrugen. Gibt es Berührungsängste zwischen britischen und französischen Kanadiern innerhalb des kanadischen Nationalteams?
Ich hatte nie das Gefühl, denn der französische Teil Kanadas bekommt schon in der Schule Englisch beigebracht. So hatten wir keinerlei Sprachbarrieren. Fußball ist Fußball! Es spielt keine Rolle, welche Sprache du sprichst. Es geht darum, wie du spielst.

Zurzeit scheint es, als ob der Kontakt zur kanadischen Nationalmannschaft nicht mehr so eng ist. Liegt das daran, dass du nur Oberliga spielst?
Ja. Es hilft mir nicht weiter in der Oberliga zu spielen, aber ich hatte auch schon vorher eine Verletzung am Handgelenk. Immer wenn ich mit dem Nationalteam trainierte, spürte ich die Schmerzen. Einige Monate später wurde ich dann operiert. Dadurch fiel ich ungefähr ein Jahr aus. Na klar sucht sich eine Nationalmannschaft dann einen neuen Torhüter, wenn einer nicht spielen kann. Das ist der Sport.

Inwiefern unterscheidet sich der deutsche vom kanadischen Fußball?
Es gibt große Unterschiede. In Amerika geht es physisch anspruchsvoller zur Sache. Es werden oft lange Bälle gespielt, die Defensive ist kompakter und kämpft um jeden Ball. In Deutschland wird technisch anspruchsvoller, kreativer und offener gespielt.

Von Cottbus bist du schließlich nach Leipzig gekommen. Kennt man die Fußballklubs Energie und Lok in deiner Heimat oder zumindest die Städte?
Nicht wirklich. Die größten Städte, die die meisten Kanadier kennen, sind Berlin, München und Frankfurt am Main.

Auf deiner Webseite gibst du anderen Fußballern den Rat, sich immer kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele zu setzen, um die Motivation hochzuhalten. Welche Ziele sind das für dich?
Mein persönliches Ziel ist es, so wenig Tore wie möglich in der Liga zu kassieren. Das Wichtigste jedoch ist es, dass es uns wieder gelingt, in die 4. Liga aufzusteigen. Mittelfristig plane ich den Aufstieg in die 3. oder 2. Liga. Und langfristig möchte ich von meinem Hobby die nächsten zehn bis 15 Jahre leben können.

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Wann?    So, 15.02.2015, 14 Uhr
Wo?    Stadion an der Gellertstraße
Was?    NOFV-Oberliga Süd

Tabelle

Platz Mannschaft Punkte
1   RB Leipzig II   35
2   SSV Markranstädt   30
3   Oberlausitz Neugersdorf   29
4   RasenballSport  VfL Halle 96   25
5   FC Eisenach   25
6   Lok  1. FC Lok Leipzig   23
7   Chemnitzer FC II   22
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1 : 1
Wann?    Sa, 06.12.2014, 15:00 Uhr
Wo?    Bruno-Plache-Stadion
Was?    NOFV-Oberliga Süd
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