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Die gestählte Lok: Europacup-Legenden feiern in der LVZ-Kuppel 25-jähriges Jubiläum

Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 11.05.2012

"Das geht mir heute noch unter die Haut, wir waren wie in Trance, und ich ziehe immer noch den Hut vor dieser Mannschaft", sagte Uli Thomale, als noch einmal die Bilder vom Elfmeterschießen im Halbfinale gegen Girondins Bordeaux über die Videowand flimmerten. Die gehaltenen Schüsse von René Müller - und der letzte, vom Nationaltorwart selbst verwandelte. Lok war im Europacup-Endspiel 1987 gegen Ajax Amsterdam (0:1), nach dem dramatischsten Spiel der DDR-Fußballgeschichte, vor inoffiziell 110 000 Zuschauern im Leipziger Zentralstadion. "Deutscher Rekord, einmalig", schwärmte Trainer Thomale.
Gestern Abend trafen sich die Protagonisten von einst zum 25. Final-Jubiläum in der LVZ-Kuppel, erhielten immer wieder Beifall der rund 200 vom Verein geladenen Gäste. Auch Uwe Zötzsche, laut Müller eigentlicher Held des historischen Bordeaux-Abends. Der Verteidiger hatte in der Verlängerung vom Punkt vergeben, wollte deshalb nicht mehr schießen, ließ sich aber überreden und traf - mit wegen einer Platzwunde blutüberströmtem Gesicht. "Du musst doch vollkommen schmerzfrei gewesen sein", meinte gestern Heiko Scholz zu ihm. "Na ja, ich bin dann ja nicht als Erster, sondern als Dritter angetreten", entgegnete Zötzsche bescheiden. Er hatte sich lange aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Diesmal kam er gerne zum "Klassentreffen", zur Freude der alten Teamkollegen, die sich teilweise seit 15 Jahren nicht mehr gesehen hatten. Uwe Bredow reiste wie Scholz aus Köln an, es fehlten nur Ronald Kreer, Matthias Lindner, Matthias Liebers, Hans Richter und Frank Edmond.
Die anderen schwelgten in Erinnerungen. "Komisch, auf den guten Szenen bin ich nie zu sehen, immer nur beim Jubel", witzelte der gesamtdeutsche Nationalspieler Scholz (sieben für die DDR, eins für die Bundesrepublik) und bekannte doch, unglaublich stolz auf seine Lok-Zeit zu sein. Lockere Typen wie er waren wichtig für die Stimmung im Team, für den streng reglementierten, bierernsten Ost-Fußball.
"Wir waren das ungeliebte Kind von Sportchef Manfred Ewald", sagte Thomale, der wie alle "Schwerpunktklubs" das Ziel EC-Halbfinale in den Jahresplan aufnehmen musste. Geglaubt hatte er nicht daran, schon gar nicht nach dem Fiasko im Sommer 1986. Die Lok-Akteure holten sich auf einer kuriosen Sowjetunion-Reise (es gab anfangs keine Duschen und keine alkoholfreien Getränke, Thomale verordnete Sekt) die Ruhr, landete bis auf die in Schweden unterwegs gewesenen Nationalspieler für fast zwei Wochen in Quarantäne im St. Georg, zu elft in einem Zimmer, trainierten auf dem Krankenhaus-Gelände, wurden zu den ersten Saisonspielen im Sankra gefahren. Ein Schlüsselerlebnis, das zusammenschweißte.
Lok warf zunächst Glentoran Belfast, Rapid Wien und den FC Sion aus dem Pokalsieger-Cup, ließ sich in Wien auch von einem geschenkten Elfmeter für Rapid nicht beeindrucken. "Wir waren doch gestählt von den vielen Schiedsrichter-Pfiffen für den BFC", scherzte Wolfgang Altmann. Doch auch wegen offensichtlichen Schiri-Betrugs wurden die Lok aus Probstheida nie DDR-Meister.
Als Olaf Marschall gestern leicht verspätet die LVZ-Kuppel betrat, nahm Uli Thomale das Erscheinen des Deutschen Meisters und Torschützenkönigs (mit Kaiserslautern) zum Anlass für eine hypothetische Frage. "Es wäre unheimlich interessant gewesen, mit dieser Lok-Mannschaft in der Bundesliga anzutreten. Ich bin überzeugt, dass wir im ersten Drittel gelandet wären." Das glaubt auch Kapitän Frank Baum: "Wir waren Typen, die sich zerrissen und noch für Ideale gespielt haben."

von Steffen Enigk

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